Tails kommt mit einem Spin Dash angerollt und bremst zu spät. Sonic, der direkt davor steht, stürzt. SONIC PICO PARK ist ein Puzzle-Actionspiel, in dem bis zu acht Spieler gemeinsam Level lösen. Die Regie des Spiels liegt bei der Person, die auch das kooperative Puzzlespiel PICO PARK geschaffen hat. Sie sagt, dies sei die erste Szene gewesen, die beim Gedanken an eine Verbindung von PICO PARK mit Sonic aufgetaucht sei.

SONIC PICO PARK erscheint am 12. November für PS5, Xbox Series X|S, Xbox One, Nintendo Switch 2, Nintendo Switch und PC (Steam und andere Stores). Als jüngster Teil der Reihe PICO PARK unterstützt es 2 bis 8 Spieler, lokal oder online, mit Crossplay zwischen den Plattformen. Online auf der PS5 zu spielen setzt PlayStation Plus voraus. Sämtliche Inhalte sind mit jeder Spielerzahl spielbar, und Deutsch gehört zu den unterstützten Sprachen. TECOPARK entwickelt das Spiel, PICO PARK Inc. veröffentlicht es als von SEGA lizenzierten Partnertitel.

Übereinandergestapelt nach oben

Was macht man in einem einzelnen Level?

Ziel ist es, dass alle Spieler das Ziel auf der rechten Seite des Levels erreichen. Wenn nur ein Spieler dort ankommt, ist das Level nicht geschafft. In PICO PARK war das Ziel eine Tür. Hier ist es das Zielschild, das man aus den 2D-Spielen von Sonic the Hedgehog kennt.

Die Demo, die im Juni direkt nach der Ankündigung spielbar war, erlaubte es, sich nach links und rechts zu bewegen, zu springen und den Spin Dash einzusetzen. Sie umfasste acht Level und ließ sich in etwa 20 Minuten durchspielen. Bei einer anderen frühen Spielsitzung im selben Juni sollen sich die Spieler gegenseitig Anweisungen mit den Namen der Figuren zugerufen haben: Wer Sonic spiele, solle vorangehen, und jemand solle auf Tails’ Kopf hüpfen.

Spin Dash

Welche Teile von Sonic haben es in die Rätsel geschafft?

Alle können den Spin Dash einsetzen. Er zerstört Hindernisse, und an einer Stelle startet ein Spieler einen Spin Dash von der Spitze eines Stapels aus Mitspielern, um einen Knopf weit oben zu erreichen. PICO PARK hat Wände, die sich nur bewegen, wenn mindestens so viele Spieler zusammen schieben, wie die darauf geschriebene Zahl angibt. Hier wird daraus eine Wand, die zerbricht, wenn so viele Spieler sie gleichzeitig mit einem Spin Dash treffen.

Man kann durch 360-Grad-Loopings rennen und Half-Pipe-Wände hochklettern. Wer sich weiter in eine Richtung bewegt, geht in einen Dash über. Federn katapultieren Mitspieler auf höhere Plattformen. Laut der Leitung von PICO PARK Inc. können die Federn einen Spieler aber auch hüpfen lassen, ohne dass er einen Ausweg findet.

Jede Figur bewegt sich außerdem anders. Tails kann fliegen und andere Figuren tragen. Knuckles gleitet schräg nach unten, wenn man in der Luft noch einmal die Sprungtaste drückt. Sonic und Amy nutzen die Bewegungen, die alle teilen: Rennen, Springen und den Spin Dash. Im August wurde enthüllt, dass auch Shadow the Hedgehog dazukommt. PICO CAT aus PICO PARK ist ebenfalls mit dabei. Alles ist in Pixel-Art gezeichnet, Sonic und die anderen im Stil von PICO CAT.

Knopf und Kran

Wer bekommt den Ring?

Wer mindestens einen Ring hält, scheidet beim Berühren eines Gegners oder von Stacheln nicht aus. Die Ringe werden lediglich verstreut. Wer ohne Ringe getroffen wird, ist raus.

Die Juni-Demo hatte Level, die darauf aufgebaut waren, diese Ringe aufzuteilen. In einem fliegen, sobald ein Schalter gedrückt wird, so viele Stacheln heran, dass sie den ganzen Bildschirm ausfüllen. Man kann ihnen nicht ausweichen, also läuft, wer den einzelnen Ring in der Nähe schnappt, absichtlich hinein und bricht durch. In einem anderen Level muss die Gruppe von oben herabkommende Laser überwinden; vier Spieler nehmen sich je einen Ring, sodass jeder einen Treffer verkraften kann. Hat jemand einen zweiten Ring, trifft ein anderer Spieler diese Person mit einem Spin Dash, um einen Ring herauszuschlagen.

In diesem Spiel scheinen die vertrauten Ringe zu etwas zu werden, das die Mitspieler untereinander aufteilen und dabei entscheiden, wer vortritt, um den Treffer einzustecken.

Durch ein Seil verbunden

Warum hat sich ein Studio außerhalb von SEGA Sonic geliehen?

PICO PARK begann als Soloprojekt der Person, die bei SONIC PICO PARK Regie führt. Die Version mit Online-Unterstützung verbreitete sich 2021 unter Streamern, und die Reihe hat sich inzwischen mehr als 8 Millionen Mal verkauft. Die Idee, sich mit Sonic zusammenzutun, ging von PICO PARK aus. Die Leitung von PICO PARK Inc. wollte PICO PARK weltweit bekannt machen und vor allem in den USA mehr verkaufen und wandte sich deshalb mit einem Vorschlag direkt an den Präsidenten von SEGA.

Zunächst habe es nach kaum mehr als dem Hinzufügen von Charakter-Skins ausgesehen, sagt die Regie. Ein Vorschlagsdokument allein vermittelte die Idee nicht ganz, also baute die Regie rasch einen Prototyp, und SEGA verstand ihn auf den ersten Blick. Der Prototyp sei allerdings ziemlich stark auf Sonic ausgerichtet gewesen, erinnert sich die Leitung von PICO PARK Inc. Nach dieser Darstellung habe sich die Richtung nach einem Rat der Person ergeben, die die Sonic-Reihe produziert: Es müsse nicht Sonic sein; man solle PICO PARK machen, und zwar so, wie die Regie es wolle. In einem Interview im September sagte diese Person, die Richtung des Spiels sei auch für SEGA ein wenig unerwartet gewesen.

Warum kam der Regie zuerst Tails in den Sinn, der Sonic stürzen lässt?

Am wichtigsten sei der Regie bei PICO PARK nach eigener Aussage nicht so sehr das kooperative Spielen an sich, sondern dass die Leute Freude am Hin und Her zwischen den Spielern haben. Dafür vertrete sie seit Kurzem eine Idee namens Unfälle mit Ausrede: Wenn ein Spieler die Gruppe herunterzieht, soll dieser Spieler mit einer Begründung für sein Handeln kontern können.

Auch in der Eröffnungsszene gibt es eine solche Erwiderung. Der Spieler, dessen Sonic gerade gestürzt ist, beschwert sich und fragt, was der Tails-Spieler da eigentlich gemacht habe. Der Tails-Spieler entgegnet, es sei ein Bremsversuch gewesen. Sobald die Szene aufgetaucht sei, sei klar gewesen, dass sich dieser Wortwechsel mit Sonics Grundbewegungen inszenieren lasse, sagt die Regie.